Rumänien

Currency WährungLeu (RON) Working Time Arbeitswoche40 Stunden Employer Taxes Lohnnebenkosten 2,25%

Mitarbeiter in Rumänien einstellen

Stellen Sie die besten Mitarbeiter und Auftragnehmer in Rumänien ein und ersparen Sie sich den Aufwand, extra eine Tochtergesellschaft zu gründen. Wir kümmern uns um die Einhaltung lokaler Gesetze und alle steuerlichen Anforderungen. Von rechtskonformen Verträgen bis zur globalen Gehaltsabrechnung – wir haben alles für Sie im Griff.

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Als sechstgrößtes Land der EU in Bezug auf die Bevölkerungszahl bietet Rumänien internationalen Unternehmen einen großen Talentpool und einen bedeutenden Verbrauchermarkt. Die schnell wachsende Wirtschaft bietet ein ideales Geschäftsumfeld, und die Tatsache, dass Rumänien Mitglied der Europäischen Union ist, macht es zu einem perfekten Standort für Unternehmen, die auf dem EU-Markt Fuß fassen wollen. 

Das niedrige Lohnniveau und die geringen Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung machen das Land zu einem attraktiven Ziel für die Anwerbung neuer Talente. Englisch ist weit verbreitet und das Bildungsniveau ist hoch.

Steckbrief: Rumänien

  1. Offizieller Name Rumänien
  2. Hauptstadt Bukarest
  3. Einwohnerzahl 19,32 Millionen
  4. Sprache Rumänisch
  5. Währung Leu (RON)
  6. Zeitzone UTC+2

Arbeitsvertrag

Arbeitsverträge werden in der Regel auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Es ist jedoch auch möglich, Mitarbeiter auf der Basis eines befristeten Vertrags einzustellen, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Daneben sind in Rumänien auch Zeitarbeitsverträge und Teilzeitverträge zulässig. Alle Verträge (unabhängig von der Vertragsart) müssen schriftlich abgefasst und von beiden Vertragsparteien unterschrieben werden. Die Vertragssprache ist Rumänisch

Jeder Arbeitsvertrag sollte zumindest die folgenden Informationen beinhalten: 

  • Vertragsparteien
  • Vertragsbeginn (und Vertragslaufzeit für befristete Arbeitsverträge)
  • Arbeitsort
  • Beschreibung der Tätigkeit sowie des Aufgaben- und Verantwortungsbereichs
  • Kriterien zur Leistungsbewertung
  • Jobspezifische Risiken
  • Grundgehalt sowie Sonderzahlungen und Prämien
  • Abstand der Gehaltszahlungen und Zahltag
  • Arbeitszeiten 
  • Probezeit 
  • Urlaubstage
  • Verweis auf geltende Tarifverträge

Probezeit

Die Probezeit eines Mitarbeiters sollte nicht länger als 90 Tage sein – für Mitarbeiter in Führungspositionen darf die Probezeit bis zu 120 Tage betragen. Für befristete Arbeitsverträge gelten andere Regeln.

Arbeitszeit

Wöchentliche Arbeitszeit und Pausen

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden. Ein Arbeitstag umfasst für gewöhnlich 8 Stunden. Die wöchentliche Ruhezeit darf nicht kürzer als 48 Stunden sein und fällt in der Regel auf Samstag und Sonntag.  

Überstunden

Jegliche Arbeit, die ein Mitarbeiter jenseits seiner gewöhnlichen Arbeitszeit erbringt, gilt als Überstundenarbeit und bedarf der Zustimmung des Mitarbeiters. Pro Woche dürfen Mitarbeiter nicht mehr als 8 Überstunden erbringen. Zum Ausgleich für erbrachte Überstunden erhalten Mitarbeiter in der Regel zusätzlichen Urlaub, der innerhalb der folgenden 60 Tage gewährt werden sollte.

Alternativ können Überstunden auch durch zusätzliche Bezahlung ausgeglichen werden. Der Überstundenzuschlag liegt bei 75%. Arbeit an Feiertagen muss entweder mit zusätzlichem Urlaub kompensiert oder zum doppelten Stundensatz bezahlt werden.

Löhne und Gehälter

Mitarbeiter in Rumänien müssen einmal im Monat pünktlich zum im Arbeitsvertrag festgelegten Zahltag bezahlt werden. Für gewöhnlich fallen die Gehaltszahlungen auf das Monatsende oder auf den Beginn des nächsten Monats. 

Mindestlohn

Die Mindestlohnsätze in Rumänien variieren je nach Dienstalter, Ausbildungsgrad und Fähigkeiten des Arbeitnehmers sowie weiteren Kriterien. Aktuell (Stand Juni 2022) liegt der Bruttomindestlohn für Jobs, die keine höhere Qualifikation erfordern bei 2.550 RON pro Monat. Sobald ein Mitarbeiter mehr als 24 Monate für denselben Arbeitgeber gearbeitet hat, muss sein Gehalt über den Mindestlohn angehoben werden. 

Krankengeld

Arbeitnehmer, die wegen Krankheit oder Unfall nicht arbeiten können, haben Anspruch auf Krankengeld. Der Anspruch ist allerdings auf 183 Tage im Jahr begrenzt. Die Höhe des Krankengeldes hängt von der medizinischen Ursache des Krankenstandes ab, die im ärztlichen Attest, welches der Arbeitnehmer vorlegen muss, angeben ist. 

Die Krankengeldsätze liegen bei 75%, 85% und 100%. Die ersten 5 Krankheitstage werden vom Arbeitgeber bezahlt. Danach leistet der Arbeitnehmer zwar weiterhin Zahlungen an den Mitarbeiter, bekommt das Krankengeld aber von der Sozialversicherungsbehörde zurückerstattet. 

Bonus- und Prämienzahlungen

Das Gesetz sieht kein 13. Monatsgehalt vor. 

Steuern und Sozialabgaben

Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten in Rumänien die folgenden Steuer- und Sozialversicherungssätze (Stand 2022):

steuern
arbeitgeber

16% Körperschaftsteuer

19% Mehrwertsteuer (Standardsatz)

Arbeitnehmer

Individuelles Einkommen wird zu einem Standardsatz von 10% versteuert.

Sozialabgaben

2,25% des Arbeitnehmereinkommens

In machen Fällen müssen Arbeitgeber zusätzlich einen Beitrag von 4% oder 8% zur Rentenversicherung leisten – hängt von den Arbeitsbedingungen des Arbeitnehmers ab.

35% des Arbeitnehmereinkommens, darunter: 

25% Rentenversicherung

10% Krankenversicherung

Arbeitnehmeransprüche

Urlaubsanspruch

Der gesetzliche Urlaubsanspruch liegt bei 20 Tagen im Jahr – 23 Tage für Mitarbeiter, die unter schweren oder gefährlichen Bedingungen arbeiten. Zusätzlich zählt Rumänien 15 gesetzliche Feiertage

Mutterschutz und Vaterschaftsurlaub

Der Mutterschutz in Rumänien beträgt 126 Tage, von denen jeweils 63 Tage für die Zeit vor und nach der Geburt vorgesehen sind. Die ersten 42 Tage nach der Geburt sind für jede Mutter verpflichtend.

Die Sozialversicherung zahlt ein Mutterschaftsgeld in Höhe von 85% des üblichen Gehalts der Arbeitnehmerin. Das rumänische Recht sieht außerdem einen Risikomutterschaftsurlaub vor, der in solchen Fällen genommen werden kann, in denen die Gesundheit der Mutter oder des Kindes gefährdet ist. Der Risikomutterschaftsurlaub wird durch gesetzliche Leistungen in Höhe von 75% abgedeckt. 

Vätern stehen zwischen 5 und 10 Tage bezahlter Vaterschaftsurlaub zu. 

Elternzeit

Nach Ende des Mutterschutzes kann ein Elternteil in bezahlte Elternzeit gehen, bis das Kind 2 Jahre alt ist – bis zum 3. Lebensjahr für Kinder mit Behinderung. Während dieser Zeit zahlt die Sozialversicherung ein Elterngeld in Höhe von 85% des üblichen Verdienstes. 

Sonstige Arbeitnehmeransprüche

Daneben besteht Anspruch auf zusätzlichen Urlaub in den folgenden Fällen: 

  • Bezahlter oder unbezahlter Bildungsurlaub
  • Sonderurlaub zur Kinderbetreuung (gilt nur für Kinder bis 12 Jahre)
  • 3 Tage Sonderurlaub im Trauerfall

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Kündigung und Abfindung

Das Arbeitsverhältnis kann von beiden Parteien separat oder im gegenseitigen Einvernehmen beendet werden. Arbeitgeber, die einen Mitarbeiter entlassen wollen, brauchen dafür einen triftigen Grund. Die Gründe für eine Entlassung können entweder in der Person des Arbeitnehmers oder in der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens liegen. Mögliche Gründe für eine Entlassung sind:  

  • Betriebsbedingte Kündigung wegen Personalabbau, Umstrukturierung oder anderen personalbezogenen Veränderungen im Unternehmen
  • Grobes Fehlverhalten
  • Unzureichende Leistung oder mangelnde Fähigkeiten
  • Verlust der Fähigkeit, die vereinbarten Aufgaben zu erfüllen

Arbeitnehmer müssen schriftlich über ihre Entlassung informiert werden. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt 20 Arbeitstage und muss sowohl vom Arbeitnehmer als auch vom Arbeitgeber eingehalten werden. Für Manager und andere Führungskräfte, die kündigen wollen, beträgt die Kündigungsfrist 45 Arbeitstage. Bei grobem Fehlverhalten oder während der Probezeit des Arbeitnehmers ist die Kündigung mit sofortiger Wirkung gültig. Arbeitgebern ist es nicht erlaubt, eine Fortzahlung des Gehalts für die Laufzeit der Kündigungsfrist anzubieten.

Eine Abfindung ist nur dann gesetzlich vorgeschrieben, wenn der Arbeitnehmer entlassen wird, weil er die körperliche oder geistige Fähigkeit zur Ausübung seiner Tätigkeit verloren hat. Das Gesetz schreibt jedoch keinen Mindestbetrag vor. Arbeitnehmer in bestimmten Branchen haben möglicherweise aufgrund eines Tarifvertrags Anspruch auf eine Abfindung.

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