Irland

Currency WährungEuro (EUR) Working Time Arbeitswoche40 Stunden Employer Taxes Lohnnebenkosten 8,8% - 11,05%

Mitarbeiter in Irland einstellen

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Es gibt drei gute Gründe, warum internationale Unternehmen erwägen sollten, neue Mitarbeiter in Irland einzustellen: Erstens sind Irlands Arbeitskräfte jung und gut ausgebildet. IDA Ireland zufolge ist die irische Bevölkerung die jüngste in ganz Europa. Zudem verfügen mehr als 53,5 Prozent der 30- bis 34-Jährigen über einen Hochschulabschluss, wobei Naturwissenschaften, Technik, Mathematik und Ingenieurwesen sehr beliebte Studiengänge sind. 

Zweitens gilt Irland als durchaus unternehmensfreundlich. Die irische Wirtschaft selbst zählt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Europa. Und drittens verfügt das Land über eine sehr moderne Telekommunikationsinfrastruktur, die einen effizienten Arbeitsablauf und eine reibungslose Kommunikation mit Ihrem neuen Remote Team-Mitglied in Irland garantiert.

Irland: Steckbrief

  1. Offizieller Name Republik Irland
  2. Hauptstadt Dublin
  3. Einwohnerzahl 4,9 Millionen
  4. Sprache Englisch
  5. Währung Euro (EUR)
  6. Zeitzone UTC +0

Arbeitsvertrag

Das irische Arbeitsrecht schreibt nicht vor, dass Arbeitsverträge in Schriftform aufgesetzt werden müssen. Allerdings sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihren neuen Mitarbeitern innerhalb der ersten zwei Monate nach Arbeitsbeginn eine schriftliche Erklärung auszuhändigen, in der die Konditionen des Beschäftigungsverhältnisses aufgeführt sind. Dazu zählen:

  • Vertragsparteien
  • Vertragsbeginn (und Vertragslaufzeit für befristete Arbeitsverträge)
  • Arbeitsort
  • Beschreibung der Tätigkeit
  • Gehalt sowie weitere Details zur Bezahlung
  • Angaben zur vereinbarten Altersvorsorge 
  • Arbeitszeiten und Überstundenregelung
  • Urlaubstage
  • Krankentage und Krankengeld
  • Kündigungsfristen
  • Verweis auf geltende Tarifverträge

Probezeit

Das Gesetz schreibt keine Probezeit für neue Mitarbeiter vor. Eine Probezeit fällt folglich nur dann an, wenn sie im Arbeitsvertrag oder in den allgemeinen Beschäftigungsbedingungen vereinbart ist. Üblich sind Probezeiten zwischen drei und sechs Monaten.

Arbeitszeit

Wöchentliche Arbeitszeit und Pausen

Arbeitnehmer dürfen innerhalb einer Woche höchstens 48 Stunden arbeiten. Die normale wöchentliche Arbeitszeit liegt bei 40 Stunden, verteilt auf fünf Acht-Stunden-Tage.

Für Ruhezeiten und Pausen gelten in Irland die folgenden Regelungen:

  • tägliche Mindestruhezeit: elf Stunden
  • wöchentliche Mindestruhezeit: 24 Stunden 
  • 15-minütige Pause nach 4,5 Arbeitsstunden
  • 30-minütige Pause nach sechs Arbeitsstunden

Pausen sind in der Regel unbezahlt.

Überstunden

Das Gesetz schreibt keinen Überstundenzuschlag vor. Daher müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer untereinander auf eine Überstundenvergütung einigen.

Löhne und Gehälter

Mitarbeiter in Irland können entweder wöchentlich oder monatlich bezahlt werden. Zahlungen sollten spätestens am Monatsende erfolgen.

Mindestlohn

Der Mindestlohn hängt in Irland vom Alter des Arbeitnehmers ab. Aktuell (Stand Februar 2022) sind die Mindestlöhne der verschiedenen Altersklassen wie folgt festgesetzt (Angaben pro Stunde):

  • 10,50 Euro für erfahrene, erwachsene Arbeitnehmer
  • 9,45 Euro für 19-Jährige
  • 8,40 Euro für 18-Jährige
  • 7,35 Euro für Arbeitnehmer unter 18

Krankengeld

Unter der neuen gesetzlichen Regelung (neu in 2022) haben Arbeitnehmer in Irland jetzt Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Die Lohnfortzahlung gilt für 3 Tage und entspricht 70% des üblichen Verdienstes (maximal 110 Euro am Tag). Bis 2025 soll sich die Dauer der Lohnfortzahlung auf 10 Tage erhöhen.

Bonus- und Prämienzahlungen

Obwohl das Gesetz keine Bonuszahlungen vorschreibt, bieten viele Unternehmen ihren Mitarbeitern leistungsbasierte Boni an.

Steuern und Sozialabgaben

Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten in Irland die folgenden Steuer- und Sozialversicherungssätze (Stand Februar 2022):

Steuern
Arbeitgeber

12,5% Körperschaftssteuer

23% Umsatzsteuer (Standardsatz)

Arbeitnehmer

Lohnsteuersätze (Einzelveranlagung):

bis zu 36.800 EUR: 20%über 36.800 EUR: 40%

Sozialabgaben

Einkommensbezogene Sozialversicherung (PRSI):

11,05% des wöchentlichen Arbeitnehmereinkommens, das 410 Euro übersteigt

8,8% des wöchentlichen Arbeitnehmereinkommens, das unter 410 Euro liegt

Einkommensbezogene Sozialversicherung (PRSI):

bis zu einem wöchentlichen Einkommen von 352 EUR: 0%; bei einem wöchentlichen Einkommen von mehr als 352 EUR: 4%

Universeller Sozialbeitrag (USC) auf die meisten Einkommen über 12.012 EUR:

bis zu 12.012 EUR: 0,5%; nächste 9.283 EUR: 2%; nächste 48.749 EUR: 4,5%; Rest: 8%

Arbeitnehmeransprüche

Urlaubsanspruch

Das irische Arbeitsrecht spricht Arbeitnehmern ein Recht auf mindestens 20 Urlaubstage – also vier volle Wochen – im Jahr zu. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können jedoch zusätzliche Urlaubstage vereinbaren.

Darüber hinaus zählt Irland neun gesetzliche Feiertage. Arbeitnehmern, die an diesem Tag arbeiten müssen, steht eine entsprechende Entschädigung zu, die die folgenden Formen annehmen kann:

  • ein freier Tag als Ersatz für den verpassten Feiertag – dieser muss innerhalb eines Monats nach dem Feiertag gewährt werden
  • ein zusätzlicher Urlaubstag für das Jahr
  • ein finanzieller Ausgleich in Höhe eines Tageslohns

Mutterschutz und Vaterschaftsurlaub

Unabhängig von ihren Beschäftigungsjahren oder ihrer wöchentlichen Arbeitszeit besteht für jede Mitarbeiterin im Falle einer Schwangerschaft ein Anspruch auf 26 Wochen Mutterschutz. Dieser kann auf Wunsch der Mutter um weitere 16 Wochen verlängert werden. Die Höchstdauer des gesetzlichen Mutterschutzes liegt damit bei insgesamt 42 Wochen.

Mütter sind verpflichtet, mindestens zwei Wochen vor und vier Wochen nach der Entbindung von ihrem Recht auf Mutterschutz Gebrauch zu machen. Die ersten 26 Wochen des Mutterschutzes sind bezahlt. Ob die Bezahlung in dieser Zeit durch den Arbeitgeber erfolgt, hängt von den Regelungen im Arbeitsvertrag ab.

Sieht der Arbeitsvertrag keine Lohnfortzahlung während des Mutterschutzes vor, erhalten Arbeitnehmerinnen ein staatliches Mutterschaftsgeld in Höhe von 245 Euro pro Woche (Stand 2021). Als Voraussetzung für den Bezug von Mutterschaftsleistungen müssen Arbeitnehmerinnen jedoch einige Bedingungen erfüllen.

Väter können innerhalb der ersten sechs Monate nach der Geburt des Kindes zwei Wochen Vaterschaftsurlaub nehmen. Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, ihre Mitarbeiter während dieser Zeit zu bezahlen.

Elternzeit

Eltern können bis zu 26 Wochen unbezahlte Elternzeit beantragen. Dieser Anspruch besteht, bis das Kind zwölf Jahre alt wird. Außerdem steht Eltern eine fünfwöchige Erziehungszeit zu. Diese muss bis zum 2. Geburtstag des Kindes genommen werden und ist bezahlt. Im Juli 2022 soll sich diese bezahlte Elternzeit auf 7 Wochen verlängern. 

Sonstige Arbeitnehmeransprüche

Arbeitnehmern mit pflegebedürftigen Familienmitgliedern muss unbezahlter Sonderurlaub gewährt werden, damit sie ihren Verpflichtungen nachkommen können.

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Kündigung und Abfindung

Laut Gesetz kann das Arbeitsverhältnis in mehreren Fällen beendet werden. Neben dem Auslaufen eines befristeten Anstellungsvertrags oder der Kündigung durch den Mitarbeiter definiert das irische Arbeitsrecht auch die folgenden Kündigungsgründe:

  • betriebsbedingte Kündigung
  • grobes Fehlverhalten
  • Minderleistung des Mitarbeiters

Sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer gelten bestimmte Kündigungsfristen. Für den Arbeitgeber hängt die Länge der Kündigungsfrist von der Beschäftigungsdauer des Mitarbeiters ab:

  • eine Woche: zwischen 13 Wochen und zwei Jahren Betriebszugehörigkeit
  • zwei Wochen: zwischen zwei und fünf Jahren Betriebszugehörigkeit
  • vier Wochen: zwischen fünf und zehn Jahren Betriebszugehörigkeit
  • sechs Wochen: zwischen zehn und 15 Jahren Betriebszugehörigkeit
  • acht Wochen: mehr als 15 Jahre Betriebszugehörigkeit

Mitarbeiter, die betriebsbedingt gekündigt werden, haben Anspruch auf eine Abfindung, deren Höhe mindestens einem Wochengehalt (gedeckelt auf 600 EUR) plus zwei weitere Wochengehälter pro Dienstjahr entsprechen sollte. In der Regel erhalten alle Mitarbeiter bei Kündigung alle noch ausstehenden Zahlungen, inklusive einer Abgeltung für die noch offenen Urlaubstage.

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