Ecuador

Currency WährungUS-Dollar (USD) Working Time Arbeitswoche40 Stunden Employer Taxes Lohnnebenkosten 20,48%

Mitarbeiter in Ecuador einstellen

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Für Unternehmen, die neue Talente im Ausland einstellen möchten, ist Ecuador vor allem wegen der niedrigen Lohnkosten sehr attraktiv. Die Löhne liegen weit unterhalb der westlichen Standards und auch die Sozialabgaben sind nur ein Bruchteil dessen, was in anderen Ländern anfällt. 

Allerdings sind die geringen Beschäftigungskosten nicht der einzige Aspekt, der Ecuador zu einer guten Option für internationale Unternehmen macht, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind: Die offizielle Landessprache, die von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung gesprochen wird, ist Spanisch. Mitarbeiter in Ecuador einzustellen ist folglich eine tolle Erweiterung der in Ihrem internationalen Team vorhandenen Sprachkenntnisse.

Ecuador: Steckbrief

  1. Offizieller Name Republik Ecuador
  2. Hauptstadt Quito
  3. Einwohnerzahl 17,8 Millionen
  4. Sprache Spanisch
  5. Währung US-Dollar (USD)
  6. Zeitzone UTC -5 bis UTC -6

Arbeitsvertrag

Obwohl per Gesetz auch mündlich geschlossene Verträge gültig sind, ist es gängige Praxis, bei der Einstellung neuer Mitarbeiter in Ecuador einen schriftlichen Arbeitsvertrag aufzusetzen. Der Vertrag sollte in Spanisch abgefasst sein und mindestens die folgenden grundlegenden Konditionen des Arbeitsverhältnisses beinhalten:

  • Vertragsparteien
  • Vertragsbeginn (und Vertragslaufzeit für befristete Arbeitsverträge)
  • Arbeitsort
  • Beschreibung der Tätigkeit
  • Grundgehalt sowie Sonderzahlungen und Prämien
  • Arbeitszeiten 
  • Urlaubstage
  • Kündigungsfristen
  • Probezeit (falls festgelegt)

Die meisten Arbeitsverträge in Ecuador werden auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Befristete Anstellungsverträge sind unter bestimmten Bedingungen jedoch ebenfalls möglich.

Probezeit

Die Probezeit für neue Mitarbeiter dauert in Ecuador für gewöhnlich 90 Tage.

Arbeitszeit

Wöchentliche Arbeitszeit und Pausen

Die wöchentliche Arbeitszeit liegt normal bei 40 Stunden pro Woche, was fünf Acht-Stunden-Tagen entspricht. 

Überstunden

Erbringt ein Mitarbeit zusätzliche Arbeitsstunden, so zählen diese als Überstunden und müssen entsprechend entlohnt werden. Der Überstundenzuschlag liegt an normalen Arbeitstagen bei 50 Prozent und an Feiertagen bei 100 Prozent. 

Löhne und Gehälter

Die meisten Unternehmen bezahlen ihre Beschäftigten einmal im Monat. 

Mindestlohn

Aktuell (Stand 2021) liegt der nationale Mindestlohn bei 400 US-Dollar pro Monat.

Krankengeld

Arbeitnehmer, die aufgrund von Krankheit oder Verletzung vorübergehend arbeitsunfähig sind, haben Anspruch auf Krankengeld. In den ersten drei Tagen des Krankenstandes zahlt in der Regel der Arbeitgeber ein Krankengeld in Höhe von 50 Prozent des üblichen Verdienstes. Alle weiteren Krankheitstage werden von der ecuadorianischen Sozialversicherungsbehörde (IESS) abgedeckt (vorausgesetzt, der Arbeitnehmer erfüllt die notwendigen Voraussetzungen).

Bonus- und Prämienzahlungen

Jeder Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf ein 13. und 14. Monatsgehalt, das jeweils spätestens am 24. Dezember, beziehungsweise spätestens am 15. August ausgezahlt werden sollte. Während das 13. Gehalt dem vollen Gehalt des Mitarbeiters entspricht, ist das 14. Monatsgehalt auf die Höhe des nationalen Mindestlohns begrenzt.

Steuern und Sozialabgaben

Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten in Ecuador die folgenden Steuer- und Sozialversicherungssätze (Stand 2021):

Steuern
Arbeitgeber

25% Körperschaftssteuer

12% Umsatzsteuer (Standardsatz)

Arbeitnehmer

Lohnsteuersätze reichen von 0% bis 35% *

zusätzlich 0,15% kommunale Lohnsteuer

Sozialabgaben

12,15% Beitrag zur ecuadorianischen Sozialversicherung

Nach dem ersten Beschäftigungsjahr ist der Arbeitgeber verpflichtet, zusätzlich 8,33 % beizusteuern.

9,45% Beitrag zur ecuadorianischen Sozialversicherung

*Weitere Infos

* Individuelles Einkommen wird progressiv besteuert, wobei die folgenden Steuerstufen gelten (die angegebenen Prozentsätze gelten nur für den Teil des Einkommens, der den unteren Schwellenwert der Steuerstufe überschreitet):

bis zu 11.315 USD: 0%

– 11.315 USD bis 14.416 USD: 5%

– 14.416 USD bis 18.018 USD:  155 USD + 10%

– 18.018 USD bis 21.639 USD: 515 USD + 12%

– 21.639 USD bis 43.268 USD : 950 USD + 15%

– 43.268 USD bis 64.887 USD: 7.194 USD + 20%

– 64.887 USD bis 86.516 USD: 8.518 USD + 25%

– 86.516 USD bis 115.338 USD: 13.925 USD + 30%

über 115.33 USD: 22.572 USD + 35%

Arbeitnehmeransprüche

Urlaubsanspruch

In den ersten fünf Jahren der Betriebszugehörigkeit hat ein Mitarbeiter Anspruch auf 15 Tage bezahlten Urlaub im Jahr. Danach erhöht sich der jährliche Urlaubsanspruch im Vier-Jahres-Rhythmus um jeweils einen zusätzlichen Tag, bis das Maximum von 30 Tagen erreicht wird.

In Ecuador gibt es elf gesetzliche Feiertage, an denen Arbeitnehmer in der Regel nicht arbeiten müssen. Darunter zwei Tage anlässlich der jährlichen Feierlichkeiten zum Karneval.

Mutterschutz und Vaterschaftsurlaub

Arbeitnehmerinnen, die ein Kind erwarten, stehen bis zu zwölf Wochen voll bezahlter Mutterschutz zu, der zwei Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin beginnt. Im Fall von Mehrlingsgeburten verlängert sich der Mutterschutz um zehn zusätzliche Tag. Das Mutterschaftsgeld wird anteilig von Arbeitgeber (25 Prozent) und Sozialversicherung (75 Prozent) gezahlt. Der Vaterschaftsurlaub ist derzeit (Stand 2021) auf zehn Tage begrenzt.

Elternzeit

Das Gesetz sieht keine Elternzeit vor.

Sonstige Arbeitnehmeransprüche

Arbeitnehmer haben außerdem Anspruch auf 25 Tage Sonderurlaub, wenn eins ihrer Kinder ins Krankenhaus muss, sowie einen Tag Urlaub bei familiären Todesfällen.

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Kündigung und Abfindung

Kündigungsverfahren in Ecuador können recht kompliziert sein. Plant ein Arbeitgeber, einen Mitarbeiter aufgrund seines Verhaltens zu entlassen, so muss er in der Regel einen unabhängigen Arbeitsinspektor benachrichtigen, der dann darüber entscheidet, ob die Entlassung rechtmäßig ist oder nicht. 

Allgemein anerkannte Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind:

  • betriebsbedingte Kündigung – 30 Tage Kündigungsfrist
  • Fehlverhalten des Mitarbeiters, einschließlich Unaufrichtigkeit und mangelnde Disziplin – keine Kündigungsfrist als solche, aber Möglichkeit, den Arbeitsvertrag bis zum endgültigen Urteil des Arbeitsinspektorates ruhen zu lassen
  • andere personenbezogene Gründe wie unzureichende Leistung oder Unfähigkeit des Mitarbeiters, die ihm übertragenen Aufgaben zu erfüllen – keine gesetzliche Kündigungsfrist, aber kein Mitarbeiter kann entlassen werden, bevor er sein erstes Beschäftigungsjahr vollendet hat (gilt erst nach Ablauf der Probezeit)

Mitarbeiter, die aus anderen Gründen als ihrem persönlichen Verhalten entlassen werden, haben Anspruch auf eine Abfindung. Die Höhe der Abfindung hängt von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab:

  • drei Monatsgehälter während der ersten drei Jahre der Betriebszugehörigkeit
  • ein Monatsgehalt für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit, wenn die Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers drei Jahre überschreitet

Bei der Kündigung von Arbeitnehmern mit einem befristeten Arbeitsvertrag muss der Arbeitgeber pro Jahr der Betriebszugehörigkeit zusätzlich einen Bonus in Höhe von 25 Prozent des üblichen Monatsverdienstes zahlen. Das Gleiche gilt für Mitarbeiter, die betriebsbedingt gekündigt werden, sowie für solche Fälle, die als „plötzliche Entlassung“ klassifiziert werden.

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