Deutschland

Currency WährungEuro (EUR) Working Time Arbeitswoche40 Stunden Employer Taxes Lohnnebenkosten circa 21%

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Deutschland genießt international ein ausgezeichnetes Renommee, was Wissenschaft, Technologie und Automatisierungsprozesse angeht. Dementsprechend bietet die Bundesrepublik ausländischen Unternehmen, die hierzulande frische Talente anheuern wollen, eine große Auswahl an hochqualifizierten Arbeitskräften, insbesondere in Bereichen wie Informatik und Ingenieurwesen. Die stabile und produktive Wirtschaft des Landes fördert Innovation und Forschung und die insgesamt guten Englischkenntnisse der arbeitenden Bevölkerung erleichtern die Kommunikationsprozesse mit internationalen Arbeitgebern.  

Deutsche Mitarbeiter sind außerdem bekannt für ihre Pünktlichkeit und starke Arbeitsmoral. Während Angestellte in anderen Ländern eher dazu neigen, Smalltalk mit ihren Kollegen zu halten, stürzen Mitarbeiter in Deutschland sich in der Regel direkt in die Arbeit und erledigen diese effizient und zuverlässig.

Deutschland: Steckbrief

  1. Offizieller Name Bundesrepublik Deutschland
  2. Hauptstadt Berlin
  3. Einwohnerzahl 83,9 Millionen
  4. Sprache Deutsch
  5. Währung Euro (EUR)
  6. Zeitzone UTC +1

Arbeitsvertrag

Unternehmen, die neue Mitarbeiter in Deutschland einstellen wollen, sollten in jedem Fall einen detaillierten Arbeitsvertrag aufsetzen, den beide Vertragsparteien unterzeichnen. Generell unterscheidet das deutsche Recht zwischen befristeten und unbefristeten Arbeitsverträgen. Daneben gibt es weitere Unterkategorien, wie z. B. Verträge für freie Mitarbeiter und Verträge für Praktikanten. 

Folgende Angaben gehören in einen Arbeitsvertrag: 

  • Name und Anschrift des Arbeitgebers (vollständiger Firmenname und Vertreter) und des Arbeitnehmers
  • Beginn und Dauer des Arbeitsverhältnisses (letzteres nur bei einem befristeten Vertrag)
  • Arbeitsort (wenn der Arbeitnehmer mehrere Arbeitsorte hat, muss dies im Vertrag angegeben werden)
  • kurze Beschreibung der auszuführenden Tätigkeit  
  • Informationen über Gehalt, Boni, Zahlungsmethode, Zahltag und andere Aspekte, die sich auf die Vergütung beziehen  
  • Arbeitszeiten
  • Urlaubsansprüche
  • Kündigungsfristen im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Hinweise auf kollektivrechtliche Regelungen, wie z.B. Tarifverträge

Es ist außerdem üblich, dass Arbeitsverträge auch Angaben zur Probezeit, Überstundenvergütung etc. enthalten. Generell fallen Arbeitsverträge in Deutschland sehr detailliert und umfangreich aus.

Probezeit

Vor Unterzeichnung des Arbeitsvertrags müssen sich beide Parteien auf eine Probezeit einigen. Die Probezeit sollte in keinem Fall länger als sechs Monate dauern. Während dieser Zeit verkürzt sich die gesetzliche Kündigungsfrist auf zwei Wochen.

Arbeitszeit

Wöchentliche Arbeitszeit und Pausen

Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten in der Regel zwischen 38 und 40 Stunden pro Woche. 48-Stunden-Wochen sind unter bestimmten Bedingungen möglich, sollten aber einen Zeitraum von sechs Monaten nicht überschreiten. Ein normaler Arbeitstag umfasst in der Regel acht Stunden und kann auf maximal zehn Stunden ausgedehnt werden. 

Nach sechs Stunden Arbeit steht jedem Mitarbeiter eine 30-minütige Pause zu, die entweder bezahlt oder unbezahlt sein kann.

Überstunden

Die Erbringung und Vergütung von Überstunden unterliegt den Bedingungen des Arbeitsvertrags oder den Regelungen eines Tarifvertrags. Sieht der Vertrag keine Überstunden vor, darf der Arbeitgeber auch keine Überstunden verlangen. Es sei denn, es liegt ein Notfall vor. Überstunden können entweder bezahlt oder durch zusätzliche freie Tage ausgeglichen werden

Löhne und Gehälter

In Deutschland ist es üblich, Mitarbeiter monatlich zu bezahlen. Der exakte Zahltag wird im Arbeitsvertrag festgelegt. Die meisten Arbeitnehmer erhalten ihren Lohn am letzten Tag des Monats oder am ersten Tag des Folgemonats. Es ist aber auch möglich, Mitarbeiter Mitte des Monats zu bezahlen. 

Mindestlohn

Seit Januar 2022 erhalten Arbeitnehmer in Deutschland einen Mindestlohn von 9,82 Euro pro Stunde. Ab Juli 2022 wird der gesetzliche Mindestlohn bei 10,45 Euro pro Stunde liegen.

Krankengeld

Wenn Mitarbeiter aufgrund von Krankheit oder Verletzung nicht zur Arbeit gehen können, erhalten sie für insgesamt sechs Wochen weiterhin ihr normales Gehalt. Danach verringert sich das Krankengeld auf 70 Prozent ihres Bruttogehalts und wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Arbeitnehmer, die länger als drei aufeinanderfolgende Tage krankheitsbedingt ausfallen, müssen ihrem Arbeitgeber ein ärztliches Attest vorlegen. 

Bonus- und Prämienzahlungen

Die meisten Arbeitgeber zahlen ihren Mitarbeitern ein 13. Monatsgehalt als Jahresbonus.

Steuern und Sozialabgaben

Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten in Deutschland die folgenden Steuer- und Sozialversicherungssätze (Stand 2022):

Steuern
Arbeitgeber

15% Körperschaftssteuer

8,75% – 20,3% kommunale Gewerbesteuer

19% Umsatzsteuer

Arbeitnehmer

Lohnsteuersätze sind progressiv gestaffelt:

9.984 EUR – 58.596 EUR: 14% – 42%; 58.596 EUR – 277.825 EUR: 42%; über 277.825 EUR: 45%

5,5% Solidaritätszuschlag auf jährliches Einkommen über 96.409 EUR

ggf. 8% – 9% Kirchensteuer

Sozialabgaben

etwa 21%, davon:

9,3% Rentenversicherung

1,2% Arbeitslosenversicherung

7,3% Krankenversicherung

1,525% Pflegeversicherung (1,7% für kinderlose Arbeitnehmer)

etwa 1,3% Unfallversicherung (branchenabhängig)

0,12% Insolvenzgeldumlage

etwa 19,3%,davon:

9,3% Rentenversicherung

1,2% Arbeitslosenversicherung

7,3% Krankenversicherung

1,525% Pflegeversicherung (1.7% für kinderlose Arbeitnehmer)

In Deutschland gilt das sogenannte PAYE-System. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber dafür verantwortlich ist, die Steuersätze korrekt zu berechnen und vom monatlichen Gehalt seiner Mitarbeiter abzuziehen. Der einbehaltene Betrag muss dann spätestens bis zum 10. des Folgemonats an die deutschen Steuerbehörden weitergeleitet werden.

Arbeitnehmeransprüche

Urlaubsanspruch

Per Gesetz hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf mindestens 20 Tage Urlaub im Jahr. Umfasst die Standard-Arbeitswoche des Arbeitnehmers sechs Tage, so stehen ihm mindestens 24 Tage Urlaub zu. In der Praxis geben die meisten Arbeitgeber ihren Angestellten zwischen 25 und 30 bezahlte Urlaubstage pro Jahr.

Im Allgemeinen müssen Arbeitnehmer ihren Jahresurlaub innerhalb des jeweiligen Jahres nehmen. Einige Unternehmen erlauben Mitarbeitern jedoch, ungenutzten Urlaub in das folgende Jahr zu übertragen. Laut Gesetz müssen die bezahlten Urlaubstage aus dem Vorjahr bis zum 31. März verbraucht werden. 

In Deutschland gibt es elf offizielle Feiertage, die Unternehmen einhalten müssen – plus eine Reihe von Feiertagen, die nur in bestimmten Bundesländern gelten.

Mutterschutz und Vaterschaftsurlaub

Arbeitnehmerinnen in Umständen haben Anspruch auf 14 Wochen voll bezahlten Mutterschutz: sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung. In einigen Fällen, z. B. bei Frühgeburten, kann der Mutterschaftsurlaub auf 18 Wochen verlängert werden.

Aktuell sieht die deutsche Gesetzgebung keinen separaten Vaterschaftsurlaub vor. Allerdings genießen Väter die gleichen Ansprüche auf Elternzeit wie Mütter.

Elternzeit

Sowohl Mütter als auch Väter haben Anspruch auf Elternzeit, bis ihr Kind drei Jahre alt ist. Die Gesamtdauer der Elternzeit beträgt für beide Elternteile 36 Monate – für die Mutter beginnt die Elternzeit nach dem Ende des Mutterschutzes.

Elterngeld wird für zwölf oder maximal 14 Monate gezahlt und zwar von der Sozialversicherung. Die Elternzeit muss mindestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn offiziell beantragt werden. Alternativ können Eltern für die Dauer der Elternzeit Teilzeitarbeit beantragen.

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Kündigung und Abfindung

Nach einer Betriebszugehörigkeit von sechs Monaten genießen Arbeitnehmer in Deutschland grundsätzlich Kündigungsschutz. Arbeitgeber brauchen also einen guten Grund, um einen Mitarbeiter zu entlassen, dazu zählen:

  • die persönliche Situation des Arbeitnehmers (z. B. Langzeiterkrankung)
  • das Verhalten des Arbeitnehmers (z. B. Verstoß gegen den Arbeitsvertrag) 
  • betriebsbedingte Kündigung (z. B. bei Liquidation des Unternehmens)

Auch eine einvernehmliche Aufhebung des Beschäftigungsverhältnisses ist möglich. Ebenso endet das Anstellungsverhältnis bei Auslaufen eines befristeten Anstellungsvertrags. 

Unternehmen, die einen Mitarbeiter kündigen wollen, müssen bestimmte Kündigungsfristen einhalten, deren Länge von der Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters abhängt. In keinem Fall darf die Kündigungsfristen kürzer als vier Wochen ausfallen. Die Kündigungsfristen sind wie folgt gestaffelt: 

  • bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als zwei Jahren: ein Monat Kündigungsfrist
  • zwei bis fünf Jahre Betriebszugehörigkeit: zwei Monate Kündigungsfrist
  • fünf bis acht Jahre Betriebszugehörigkeit: drei Monate Kündigungsfrist
  • acht bis zehn Jahre Betriebszugehörigkeit: vier Monate Kündigungsfrist
  • zehn bis zwölf Jahre Betriebszugehörigkeit: fünf Monate Kündigungsfrist
  • zwölf bis fünfzehn Jahre Betriebszugehörigkeit: sechs Monate Kündigungsfrist
  • fünfzehn bis zwanzig Jahre Betriebszugehörigkeit: sieben Monate Kündigungsfrist

Arbeitnehmer, die ihre Anstellung kündigen möchten, müssen die Frist einhalten, die in ihrem Arbeitsvertrag festgelegt ist.

Sofern die Kündigung nicht betriebsbedingt ist, besteht keine gesetzliche Pflicht zur Zahlung einer Abfindung. Es kann jedoch sein, dass Arbeitnehmer aufgrund von Tarifverträgen Anspruch auf eine Abfindung haben. Ist dies der Fall, beträgt die Abfindung in der Regel 50 Prozent des Monatsgehalts des Mitarbeiters multipliziert mit seinen Dienstjahren.

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